Der ökumenische Weltgebetstag führte dieses Jahr nach Slowenien

Unter dem Motto „Kommt alles ist bereit!“ versammelten sich zahlreiche Frauen beider Konfessionen zum ökumenischen Weltgebetstag im Pfarrheim. Die Vorsitzende des Frauenbundes, Angelika Vogl, begrüßte als einzigen Mann in der Runde geistlichen Beirat, Dekan Alfons Kaufmann. Partnerland für den Weltgebetstag, der am Weltfrauentag stattfand, war Slowenien. In Bildern wurde dieses kleine europäische Land, das als Urlaubsparadies gilt, von Renate Wild vorgestellt. Mit fruchtbaren Tiefebenen, sanften Hügeln mit Weinbergen, Wasserfällen und unterirdischem See ist es eine Perle in Gottes Schöpfung. Während der abwechslungsreichen Andacht, die mit vielen harmonischen Liedern gestaltet wurde, wurden Lebensgeschichten von Frauen aus Slowenien vorgestellt. Unter der Moderation von Alexandra Schmid erzählte Regina Sauter von einer slowenischen Frau, die nach dem zweiten Weltkrieg aus ihrem Land flüchten musste. Sandra Schlagenhaufer stellte die Geschichte einer jungen Frau vor, die studiert hat und viele Hürden überwinden musste, als sie ungewollt schwanger wurde. Sophia Scherbl schilderte, wie eine 80-jährige Frau, die von ihrer kleinen Landwirtschaft lebt, ihre arbeitslosen Kinder unterstützen muss. Das Schicksal einer jungen Frau, deren Mann als Alkoholiker gewalttätig wurde, stellte Gerlinde Lohrer dar, Gabi Gilch berichtete von einer Zigeunerin und von unzumutbaren Lebensbedingungen für die Romas. Nachdem Pfarrerin Ruth Schlinke das Gleichnis vom Festmahl vorgetragen hatte, verdeutlichten Renate Troppmann und Klara Früchtl als „Putzfrauen“ die Sichtweise Jesu: Nächstenliebe steht bei Jesus ganz oben. Er sagte, nicht die Reichen  kommen in den Himmel, sondern die Armen.“ Mit Fürbitten, dem Vater Unser und dem Schlusssegen, erteilt von Pfarrerin Ruth Schlinke, endete eine beeindruckende Andacht, für die Angelika Vogl allen Mitwirkenden dankte. Die Kollekte stand unter der Vision, dass alle Frauen selbstbestimmt leben können. In diesem Sinne werden weltweit 100 Projekte unterstützt. Anschließend waren die Frauen eingeladen, sich vom Buffet mit Kostproben aus Slowenien zu bedienen. Da gab es Bohnen-Sauerkraut-Eintopf, Gulaschsuppe, Kürbisaufstrich und leckere gefüllte Hefekuchen. (weu)