Ökumenischer Gottesdienst 2019

Pfarrer Norbert Schlinke und Dekan Alfons Kaufmann zogen unter den mächtigen Klängen des Posaunenchors, gemeinsam mit den Lektorinnen, in die Auferstehungskirche ein, um mit den Christen ökumenischen Gottesdienst zu feiern.

„Eine lebendige christliche Gemeinschaft lebt aus dem Wort Gottes, aus dem Glauben und aus dem Dienst am Nächsten“, sagte Pfarrer Norbert Schlinke zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes anlässlich der Glaubenswoche zur Einheit der Christen. Zusammen mit Dekan Alfons Kaufmann und den Lektorinnen Monika Lang und Gabi Gilch war er zu den mächtigen Klängen des Posaunenchors in die Auferstehungskirche eingezogen, um gemeinsam mit katholischen und evangelischen Christen Gottesdienst zu feiern. Die Sehnsucht nach wachsender Verständigung und Einheit aller, die an Christus glauben, sei spürbar, und Christus macht Mut und stärkt Hoffnung, führte Dekan Kaufmann aus. Bemerkenswert war, dass Dekan Kaufmann  wie immer, beim ökumenischen Gottesdienst das Evangelium aus dem in einer ökumenischen Aktion handgeschriebenen Neuen Testament liest. In der Predigt stand der Konfirmationsspruch von Pfarrer Schlinke im Mittelpunkt: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus.“ Der Zuwachs an Mut und Selbstbewusstsein, den dieser Spruch vermittelt, sei wichtig, um die Herausforderungen des Lebens meistern zu können. Im Gegensatz dazu stehen die Motivationssprüche wie „Ich verliere nie: entweder gewinne ich oder ich lerne“, bei denen die Person alles selbst, aus eigener Kraft tun müsse. Im Konfirmationsspruch von Paulus sei es Gott, der einen mächtig macht. Gott hat Jesus, der alles verloren hat, erfüllte Hoffnung, Größe und Herrlichkeit geschenkt“, so Pfarrer Schlinke, „ein Leben im Kraftfeld Gottes verändert alles, was auch immer kommen mag.“ Die Lesungen wurden abwechselnd von katholischen und evangelischen Christen vorgetragen und der Posaunenchor  sowie Falk Gilch an der Orgel umrahmten musikalisch. Nach dem gemeinsamen Segen waren die Gottesdienstbesucher zu einem Agapemahl, in den mit unzählig vielen Kerzen erleuchteten Gemeindesaal eingeladen. Dieses Mahl soll an die Tischgemeinschaft erinnern, die Jesus mit Freunden gepflegt hat. Bei Wein, Wasser, Brot und guten Gesprächen wurde wieder eine wunderbare Gemeinschaft gefeiert. (weu)

Während des Agape-Mahls im Gemeindesaal ließ es sich Historiker und Studiendirektor Georg Lang nicht nehmen, gemeinsam mit Dekan Kaufmann die handgeschriebene Bibel zu begutachten.

 

„Oberviechtacher Handschriftenbibel“ wurde vor 15 Jahren geschrieben

Die ganze Bibel mit der Hand abschreiben! Das war eine äußerst kommunikative, kooperative und ökumenisch wertvolle Idee, die Pfarrer Leander Sünkel und Stadtpfarrer Christian Burkhardt im Jahr 2003 hatten. 2003 war als „Jahr der Bibel“ ausgeschrieben worden und alle Kirchengemeinden waren zu Aktionen mit dem Thema Bibel aufgerufen. Mit dem Ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche zur Einheit der Christen am 24. Januar wurde die gemeinsame Aktion der katholischen Pfarrgemeinde und der evangelischen Kirchengemeinde von den beiden Geistlichen eröffnet. Jeder Teilnehmer hatte ein biblisches Kapitel abzuschreiben. Um alle Kapitel abzuschreiben, waren 1184 Personen nötig. Familien, Schulklassen, Mandatsträger, Gruppen Gremien waren aufgerufen. Kinder, Erwachsene, Jugendliche und Senioren aus dem Privatbereich und dem öffentlichen Leben übernahmen diese Aufgabe. Nachdem die 8 Bände, die heute je zur Hälfte in der katholischen Stadtpfarrkirche und der Auferstehungskirche liegen, fertiggestellt waren, wurden sie im Ökumenischen Gottesdienst am 16. Januar 2004 von den beiden Geistlichen vorgestellt. Ein einmaliges, gemeinsames und ökumenisches Werk war fertiggestellt. (weu)