Wildblumenwiese vor der Auferstehungskirche

Mit der Pflanzmaschine wurden die 12.000 Blumenzwiebeln unter die Erde gebracht.

 

Die evangelische Kirchengemeinde setzt gemeinsam mit dem Gartenbauverein mit der Pflanzaktion ein Zeichen für den Naturschutz

Während sie für Menschen vor allem eine Augenweide sind, bieten diese Blumen für Bienen und andere Insekten eine wichtige erste Nahrungsquelle nach dem Winter. „Naturschutz ist die Hauptmotivation für die Pflanzaktion der evangelischen Kirchengemeinde in Oberviechtach“, erklärte die Initiatorin und Kirchenvorsteherin Gabi Gilch. „Um dem Insektensterben entgegen zu wirken“, führt sie aus, „säen wir zu den frühblühenden Frühlingsblumen eine mehrjährige Wildblumen- und Kräutersaat.“ Beides zusammen bildet die Grundlage für eine insektenfreundliche mehrjährige Stauden-und Blumenzwiebelwiese. Nachdem mit einer Profifräse die Rasenfläche vor der Kirche aufgelockert worden war, brachte Gabi Gilch mit einer speziellen Pflanzmaschine mehr als 12000 Blumenzwiebeln unter die Erde. Im Herbst harkten Mitglieder der Gemeinde die Fläche auf und Fachfrau Melanie Hösl, die für die Aktion eine große Hilfe ist, säte zusätzlich zu den Blumenzwiebeln auf die Fläche die Wildblumenmischung, die Grundlage für eine insektenfreundliche mehrjährige Stauden-und Blumenzwiebelwiese ist. Der Vorsitzende des Gartenbauvereins, Karl Ruhland, der an der Aktion großes Interesse zeigt, stand ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite und war eine große Hilfe für die Gemeinde. Nicht nur für Insekten sind Zwiebelpflanzungen ein wichtiger Beitrag als Nahrungsquelle, auch für Passanten, Spazier- und Kirchgänger sind solche Flächen ein Blickfang. Das Wildblumenprojekt ist eine Gemeinschaftsaktion der evangelischen Kirchengemeinde und des Obst- und Gartenbauvereins Oberviechtach.

Statement Gabi Gilch:

Gepflegte Grünflächen sind nicht der Lebensraum, den viele Insekten, Vögel oder Kleintiere benötigen. Es ist an der Zeit, das Ruder herumzuwerfen. Und es benötigt nicht viel, um der Artenvielfalt in unseren Gärten eine Chance zu geben. Blumenwiesen statt regelmäßig gemähtem Rasen, ein wenig Unordnung im Garten, heimische Pflanzen, Hecken und Gebüsch. Wenn alle der Natur nur etwas mehr Raum geben, dann ist schon viel erreicht.